
Nachruf zum Tod von Prof. Dr.-Med. Dieter Klaus
Dieter Klaus, am 1. Januar 1927 in Dresden geboren, war von 1937 bis 1946 Mitglied des Kreuzchores. In seine Zeit als Kruzianer fallen große Konzertreisen, u.a. nach Schweden und die USA, aber auch die zunehmende Vereinnahmung des Chores durch das NS-Regime und die Zerstörung Dresdens. Den schweren Wiederbeginn der Chorarbeit nach Kriegsende erlebt er als Abiturient hautnah und aktiv, er singt noch die 1.Vesper im Herbst 1946 in der zerstörten Kreuzkirche mit - ein bewegendes Ereignis zum Abschluss seiner Zeit im Kreuzchor. Nach dem Abitur studiert Dieter Klaus Medizin. Seine ärztliche Laufbahn beginnt er an der Charite in Berlin. Weitere Stationen seines Berufslebens als Arzt und Hochschullehrer sind Tübingen, Marburg und Dortmund.
Zur Stiftung des Mauersberger-Stipendiums schreibt Dieter Klaus:
"Die Stiftung des Mauersberger-Stipendiums war meine spontane Reaktion auf die völlig unerwartete Wiedervereinigung Deutschlands, die für mich der Anlass für ein Geschenk an eine Institution meiner Heimat war. Für mich kam dafür nur der Kreuzchor in Betracht, dem ich eine wunderbare Jugend mit dem Erleben von herrlichen musikalischen Werken und Freundschaften verdanke. Meine Idee war, dass jedes Jahr ein Kruzianer ein Stipendium zur Förderung seiner musikalischen Ausbildung erhalten sollte. Das Stipendium sollte dem Gedenken Rudolf Mauersbergers gewidmet sein, dem der Chor seinen Weltruhm verdankt und der mich durch seinen rastlosen Einsatz für die Musik und den Chor begeistert hat. Die erste Vesper in der mit Schutt gefüllten Kreuzkirche im Herbst 1945 mit der Aufführung der "Wüsten Stadt" ist für mich noch heute mit tiefer Bewegung verbunden."
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